Dienstag, 22. Dezember 2015

Yes, Virginia

Es war einmal ein kleines Mädchen namens Virginia, das eine große Frage beschäftigte. Gab es nun den Weihnachtsmann oder gab es ihn nicht? Hatte sie erst fest an ihn geglaubt, plagten sie nun Zweifel, weil andere steif und fest behaupteten, er sei nur eine Märchenfigur. Niemand konnte oder wollte ihr eine befriedigende Antwort geben.
Da schrieb sie an eine große Tageszeitung, denn ihr Vater hatte gesagt, dass da nur die Wahrheit drin stünde. Ob man ihre Frage "Gibt es einen Weihnachtsmann?" wohl ernst nehmen und darüber schreiben würde?
Man tat es. Ihre Frage wurde zum Thema eines Editorials, das daran appellierte, kindlich zu bleiben und nicht nur zu glauben, was man sehen kann. Dieser Leitartikel bewegte viele Menschen. Der Satz "Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann" erlangte Berühmtheit und damit wurde auch das Mädchen selbst bekannt. 
Noch Jahrzehnte später bekam sie Briefe zu dieser einen Frage, deren Abdruck ihren Lebensweg in positive Bahnen gelenkt hatte.

Eine erfundene Geschichte? Ganz und gar nicht!

Virginias Originalbrief
Das Mädchen hieß Virignia O'Hanlon, die Zeitung "The New York Sun" und der Redakteur Francis P. Church. Die Geschichte um Virginias Frage wurde u.a. verfilmt und als Kinderbuch veröffentlicht. Der Artikel selbst wird seitdem jedes Jahr an Weihnachten in Zeitungen abgedruckt. Und das seit mittlerweile fast 120 Jahren! Denn passiert ist das Ganze bereits 1897.

Churchs Botschaft ist zeitlos
"... Der Verstand ... ist immer klein... eine Ameise, ... gemessen an der Intelligenz, die zum Begreifen der Gesamtheit von Wahrheit und Wissen fähig ist... Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe... Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen... Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können... Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen oder sie sich vorstellen... Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können diesen Vorhang beiseiteschieben und die übernatürliche Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben..." *)
 *) Auszug des Originaltextes, übersetzt im Wikipedia-Artikel Gibt es einen Weihnachtsmann?
Lasst uns - wenigstens in einer Nacht des Jahres - ein bisschen Kind sein und an Magie, Wunder und den Geist der Weihnacht glauben. Lasst uns unserer Phantasie einen Freigang gewähren, denn sie macht das Leben bunter und schöner. Lasst uns das Glitzern und Funkeln bestaunen und bewundern, so wie einst, als wir klein waren. Lasst uns an diesem einen Abend voller Inbrunst sagen:

"Yes, Virginia, there is a Santa Claus."

4 Kommentare :

  1. eine wunderschöne Geschichte, auch wenn ich jetzt Tränen in den Augen habe, danke.

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  2. Tränen der Rührung, hoffe ich :o Ich finde diese Geschichte auch so wunderschön, deshalb hab ich sie hier erzählt :)

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  3. Wow, eine wunderschöne Geschichte ��
    Danke dir fürs veröffentlichen ��
    LG
    Corinna ��

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  4. Ach wie schön, dass sie dir auch so gefällt wie mir, Corinna :)
    Liebe Grüße zurück!

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